Gegen den Quds-Marsch!

Gegen den Quds-Marsch! Kein Islamismus und Antisemitismus in Berlin

Kundgebung gegen den Quds-Marsch 2019, Pressemeldung: 

Berlin, 1.6.2019

Ein breites Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Gruppen protestierte heute gegen den antisemitischen Quds-Marsch in der City West. Der so genannte „Quds-Tag“ (Quds = arabisch für Jerusalem) wird seit 1979 durch das iranische Regime als politischer Kampftag für die Eroberung Jerusalems und Vernichtung Israels organisiert. Er findet jährlich am Ende des Ramadan statt.
Zu den Gegenprotesten hatten unter anderem verschiedene jüdische Organisationen sowie die Kurdische Gemeinde Deutschland e.V. , der DGB, der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) und das Antifaschistische Berliner Bündnis gegen den Al Quds-Tag aufgerufen. Sie forderten ein entschiedenes Eintreten gegen Judenhass, Solidarität mit Israel und der demokratischen Opposition im Iran sowie ein Verbot der gesamten Hisbollah.
Zu den RednerInnen gehörten neben dem Botschafter der USA Richard Grenell auch der Berliner Innensenator Andreas Geisel und der Beauftragte der Bundesregierung zur Bekämpfung von Antisemitismus Dr. Felix Klein. An den Protesten gegen den Quds-Marsch beteiligten sich etwa 1.300 Menschen.

Richard Grenell, Botschafter der USA in Berlin forderte: “Die hasserfüllte antisemitische Ideologie des iranischen Regimes muss weithin verurteilt werden, auch in Deutschland, wo Mitglieder von terroristischen Organisationen wie der Hisbollah offen über den Berliner Ku’damm marschiert sind.”
Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein sagte in seiner Rede: “Wir wenden uns gegen jede Form von Antisemitismus, egal, ob er von rechts oder von links kommt. Oder ob er islamistischen Hintergrund hat. Er wird immer auf unseren  entschiedenen Widerstand stoßen.“
Innensenator Andreas Geisel forderte ein Verbot der gesamten Organisation der Hisbollah.

Pressespiegel

„Tod Israel, verdammt seien die Juden” – Auswertung des Qudstag-Marsches 2019
der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS), des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA) und des Registers Charlottenburg-Wilmersdorf.

Bericht des JFDA zum Quds-Marsch 2019 und den Gegenprotesten

Initiativkreis:
• Amadeu Antonio Stiftung
• American Jewish Committee Berlin• DGB Berlin-Brandenburg
• Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin-Brandenburg
• Green Party of Iran
• haOlam. de / ADC Bildungswerk e.V.
• IIBSA – International Institute for Education and Research on Antisemitism
• Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus
• Jüdische Gemeinde zu Berlin
• Junges Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft
• Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg
• Kurdische Gemeinde Deutschland
• Mideast Freedom Forum Berlin
• STOP THE BOMB Kampagne
• WerteInitiative. jüdisch-deutsche Positionen